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Liebe Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst,


mit Eurer Arbeit sorgt Ihr wesentlich für das Funktionieren unseres Gemeinwesens, für die Stabilität von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Dafür verdient Ihr Respekt und Anerkennung und das auch in Form einer ordentlichen Bezahlung.

Die Arbeitsbelastung hat besonders für die Landesbeschäftigten in den letzten Jahren stark zugenommen. Demgegenüber blieb die Tarifentwicklung hinter der allgemeinen Lohnentwicklung und der Entwicklung beim Bund und in den Kommunen deutlich zurück. Deshalb sollten die Arbeitgeber ein Interesse daran haben, dass der Öffentliche Dienst wieder attraktiver wird.

Angesichts der Milliardenüberschüsse der Länder und der Entwicklung der Steuereinnahmen ist ein deutliches Einkommensplus finanzierbar und aufgrund der Notwendigkeit der Stärkung der Binnenkonjunktur auch wirtschaftlich geboten.

Im Öffentlichen Dienst arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen. Der bevorstehende 8. März sollte deshalb auch Anlass sein, dem grundlegenden Prinzip der Emanzipation – die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern – zu seinem Recht zu verhelfen.

Der Kreisverband der LINKEN Salzgitter unterstützt Eure Forderungen vollkommen. Eure Absicht, aufgrund der Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zum Mittel der Arbeitsniederlegung zu greifen, ist logisch und konsequent.
Ein attraktiver und gut funktionierender Öffentlicher Dienst ist besser für uns alle und nicht zum Nulltarif zu haben.

 

Mit solidarischen Grüßen
Rainer Nagel, Kreisvorsitzender

 

Bernd Riexinger auf der Streikkonferenz 2019Bernd Riexinger auf der Streikkonferenz 2019

Die politische Alltagsarbeit ist selten geeignet, in euphorische Wallungen zu geraten. Deshalb braucht es hin und wieder Mut machende Erlebnisse und ein solches war diese Konferenz.

Ca. 800 zum großen Teil junge gewerkschaftlich engagierte Leute aus ganz Deutschland sind nach Braunschweig gekommen, um „aus unseren Kämpfen zu lernen“, zu diskutieren, sich zu vernetzen, Mut zu machen. Wieder einmal zeigt sich: Politik ist alles andere als reine Kopfsache. Politik, zumal linke, hat entscheidend mit Emotionen zu tun. Die Erfahrung, dass es viele Gleichgesinnte und gleich Empfindende gibt, die den Zustand dieser Gesellschaft zum Kotzen finden und die sich für Veränderungen engagieren, hilft, daran zu glauben, dass es nicht so bleiben muss, wie es ist.

Es ist ein großes Verdienst der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit ihren Gewerkschaftskonferen - zen eine Form entwickelt zu haben, um Akteure, die an verschiedenen Orten sehr ähnliche Kämpfe austragen, zusammenzuführen, Solidarität zu organisieren. Solche übergreifenden Treffen fehlen der Gewerkschaftsbewegung – auch ein Grund, sich regional in der LINKEN Gedanken zu machen.

Allerdings: Aus Salzgitter waren 6 Genossen dabei, von der LINKEN Niedersachsen vielleicht 15!

„Die Forderungen der IG-Metall sind gerechtfertigt und finden die volle Unterstützung der LINKEN Niedersachsen“, äußert sich Pia Zimmermann,
Wolfsburger Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende der LINKEN zu den aktuellen Tarifauseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie.

„Leider setzt die Kapitalseite auf Eskalation, indem sie unrealistische Angebote macht und sogar mit Klagen droht.
Das ist abstrus und unverantwortlich gegenüber allen Beschäftigten. Die Forderungen der Gewerkschaft nach 6% mehr Lohn und der Möglichkeit zur Verringerung der Arbeitszeit sind angesichts der guten wirtschaftlichen Ausgangslage absolut angemessen und zeitgemäß.
Das Verhalten einiger Arbeitgeberverbände macht deutlich, dass Warnstreiks und 24-Stunden-Streiks notwendig sind.
Die einzigen, die womöglich „Riesenschäden“ anrichten, sind die Arbeitgeber und nicht die streikenden Beschäftigten, die einfach ein ordentliches Angebot wollen. Ich wünsche der IG-Metall und allen Streikwilligen viel Kraft und Erfolg in dieser wichtigen Auseinandersetzung“, so Pia Zimmermann.

Die IG Metall eröffnet mit der aktuellen Tarifrunde erstmals seit Jahren wieder eine Debatte um die Arbeitszeitverkürzung.
Beschäftigte sollen das Recht bekommen, ihre Arbeitszeit vorübergehend zu kürzen.

Der Mensch lebt nicht nur um zu arbeiten, deshalb muss endlich wieder über eine Verkürzung statt über die Verlängerung der Wochen- und Lebensarbeitszeit gestritten werden.

Die IG Metall führt hier eine wichtige Leuchtturm-Auseinandersetzung für alle Branchen. Die Kolleginnen und Kollegen verdienen unser aller Unterstützung - auch bei der Forderung nach 6% mehr Lohn angesichts riesiger Gewinne bei Lohnzurückhaltung in den letzten Jahren.

Deshalb hat der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Victor Perli an die IG Metall und Betriebsräte der Region ein Unterstützungsschreiben geschickt.

 

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